Projektwoche – Alltagskompetenzen – Haus- und Nutztiere
Die zweite Jahrgangsstufe beschäftigt sich im Rahmen der Projektwoche – Alltagskompetenzen mit dem Thema „Haus- und Nutztiere“. Was ist der Unterschied? Welche Haus- und Nutztiere gibt es? Wozu halten und benötigen wir Tiere? Was ist für die Pflege und Haltung wichtig?
Dies sind nur einige Fragen, denen wir in den letzten Wochen nachgegangen sind.
Gestartet sind wir in die Woche gleich mit zwei tollen Aktionen.
Am Dienstag, den 24.2. fuhren wir mit dem Bus nach Litzldorf in die Schafwollspinnerei Höfer. Dort erwartete uns bereits Matthias Höfer, der uns als erstes in das kleine Museum führte und uns erzählte, wie die Wolle zu ihnen in die Spinnerei gelangt. Aufmerksam lauschten wir den Informationen und merkten uns sogar schwierige Wörter wie Lanolin (das Fett der Schafwolle). Besonders begeistert waren wir von der alten „Wolldatsch“ (Kardiermaschine), die Matthias´ Opa 1947 selber gebaut hatte. Anschließend besuchten wir die Produktionshalle, wo wir mit eigenen Augen sehen konnten, wie die Kardiermaschinen Baujahr 1950 aus der Flocke (gewaschene Wolle), Fleece herstellten. Dass die Maschinen bereits seit über 75 Jahren in Betrieb sind und immer noch einwandfrei laufen, hat uns besonders fasziniert.



Nun führte uns Matthias noch in die Handspinnerei und Handweberei. Wir konnten etwas bei der Teppichfertigung zu schauen. Zum Schluss durften wir uns alle noch ein kleines Tütchen mit bunter Filzwolle füllen.





Es war ein sehr informativer Vormittag, den wir so schnell nicht vergessen werden. Ein herzlicher Dank geht an Matthias, der sich die Zeit für uns genommen hat.
In Werken fertigten wir aus der Filzwolle ganz individuelle Figuren und Ostereier. Alle waren mit Begeisterung und Kreativität dabei.






Am Freitag ging es dann bei schönstem Frühlingswetter zu Fuß zum Bauernhof von Familie Nagele. Dort konnten wir die Kälber streicheln, auf einem Traktor sitzen und uns sogar am Melken versuchen. Wir besichtigten den Stall und konnten sehen, wo die Kühe gemolken werden oder wo sie sich ihre Wellnessmassage abholen. Anschließend gab es noch Kaba und eine Butterbreze. Vielen Dank an Familie Nagele, die uns diesen tollen Vormittag ermöglichten.






In den nächsten Wochen erstellten wir im Sachunterricht noch Referate zu verschiedenen Haus- und Nutztieren. In Partnerarbeit wurden Materialien gesammelt, Plakate erstellt und schließlich den Mitschülern fachkundig präsentiert. Es besuchte uns sogar das ein oder andere Tier im Klassenzimmer.



Abschließend konnte uns Frau Julia Drespling einen Einblick in Ihre Arbeit geben. Sie ist Tierärztin und auf Pferde spezialisiert. Anschaulich brachte Sie uns Ihren Beruf näher und beantwortete auch geduldig unsere Fragen. Vielen Dank für die Veranschaulichung!


Es war für alle eine erlebnisreiche und informative Zeit, in der wir so einiges fürs Leben gelernt haben.
Text: Johanna Riedl Bilder: Johanna Riedl, Irmengard Estermann, Melanie Dietzsch

