Projektwoche Medienkompetenz in der 3. und 4. Jahrgangsstufe
Den sinnvollen und überlegten Umgang gerade mit den sogenannten „neuen Medien“ zu lernen, ist uns an der Grundschule Flintsbach ein wichtiges Anliegen. Deshalb stellten wir die Projektwoche zur Alltagskompetenz in den Jahrgangsstufen 3 und 4 unter dieses Motto.
In der 3. Jahrgangsstufe wurde zunächst erarbeitet, was Medien überhaupt sind und wie sie genutzt werden können. Ihre eigene Mediennutzung stellten die Schüler in einer Tabelle täglich dar, um sie zu vergleichen, aber auch um sie kritisch zu hinterfragen.
Die Tricks der Werbung waren ein weiterer wichtiger Unterrichtsinhalt. Hier wurden Werbespots analysiert und untersucht, mit welchen Mitteln uns die Werbung zum Kauf bewegen möchte.
Eine Mediengestalterin besuchte uns zum Thema „Kann man den Bildern trauen?“ und wir erkannten, dass Bilder sehr leicht verändert und sogar von der KI erstellt werden können. Daher muss man immer sehr genau überprüfen, aus welcher Quelle Informationen im Internet stammen. Wir hatten sogar die Gelegenheit mit selbst formulierten Prompts ein Spielzeug zu „erfinden“, zu dem wir mithilfe der KI dann ein Bild generierten. Wir erfanden auch den Slogan dazu und die Kinder spielten gruppenweise mögliche Werbespots dazu, indem sie ihr schauspielerisches Talent und die Sprache wie insbesondere Adjektive gezielt einsetzten.
Herr Seidl, Sozialpädagoge und Medienbeauftragter des Gesundheitsamtes Rosenheim, besuchte uns zu einem Workshop. Gemeinsam wurden Videospiele mit analogen Spielen und deren Wirkung verglichen und welchen Einfluss diese auch auf die Gesundheit nehmen können. Welche Gefahren die Nutzung von Online-Spielen bergen, wurde aufgezeigt.
In der 4. Klasse beschäftigten wir uns zunächst mit den „Filmhelden“ und dem daraus folgenden „Merchandising“. Wir fanden heraus, dass viele zwar gern so wären, wie ihre Filmhelden, aber es war den Kinder absolut bewusst, dass das natürlich unrealistisch ist, da es sich um rein fiktive Personen handelt. Beim Merchandising stand die Vermarktung dieser Filmhelden im Vordergrund. Anschließend wandten wir uns der grenzenlosen Kommunikation, z. B. durchs „Chatten“ und dem Cypermobbing zu. Ein weiteres wichtiges Thema war auch die Klärung des Begriffs „Geistiges Eigentums“. Die Kinder waren eifrig, mit Interesse und vor allem viel Vorwissen bei der Sache.
Auch bei uns führte Herr Seidl dann am Donnerstag einen Workshop durch, der unter dem Motto „Bibliothek versus Internet“ stand. Gezielt erarbeitete er mit den Kindern die Vorteile aber auch Nachteile. Mit anschaulichen Geschichten und Beispielen brachte er den Kindern dieses umfangreiche Thema näher.
Zu diesem Thema fand auch ein Elternabend mit einem Vortrag von Herrn Seidl statt. Hier gab der Experte wertvolle Tipps für Eltern, um die Mediennutzung und den Umgang zuhause zu begleiten und sinnvolle Regeln aufzustellen.



Text: Cornelia Mayer & Friederike Selmayr
Bilder: Cornelia Mayer

